Besichtung der Photovoltaikanlage bei der EnBW
Schlappe 200 Watt Leistung hatte die Photovolatikanlage auf dem Dach des Ausbildungszentrums der EnBW zum Zeitpunkt unserer Führung. Doch der Reihe nach:
Freundlich werden neun Interessierte von Herrn Lübeck, dem Ausbilder der EnBW, empfangen. Herr Lübeck ist ein Ausbilder wie er im Buche steht: direkt, ehrlich und freundlich.
Zuallererst werden wir in die Ausbildunsgwerkstatt geführt, wo wir nun über die Anlage informiert werden. Wir durften wir auf recht ungemütlichen Hockern, auf denen die Azubis ganze Schulstunden verbringen müssen, Platz nehmen. Nebenan sieht uns ein Mitarbeiter etwas gelangweilt zu während ein Azubi einige Colaflaschen in eine Kiste räumt.
Der Vortrag beginnt mit der Photovoltaikanlage, die ein Ausbildungsjahrgang organisiert hat und jetzt für das Gebäude Strom produziert. Durch die interessanten Fakten und einige Geschichten war schnell alle Aufmerksamkeit auf Herrn Lübeck gerichtet.
Bevor die Photovoltaikanlage angebracht werden konnte, musste ein Statiker erst die Sicherheit des Dachs überprüfen und genaue Punkte für das Gerüst festlegen auf dem die Anlage befestigt ist. Es stellt sich raus, dass das Dach einige schwache Punkte hat, was wir später ebenfalls zu spüren bekommen.
Die Solaranlage ist in zwei Teile aufgeteilt, da so das Gewicht der Anlage gleichmäßig verteilt wird. Um größtmögliche Sicherheit auf dem Dach garantieren zu können, wurde am Rand eine Geländer angebracht. Dieses wirft nun allerdings Schatten auf den einen Teil der Anlage. Dies hat zur Folge, dass die Produktivität vermindert wird sondern auch die anderen Module hemmt, die nicht im Schatten liegen.
Nach dem Vortrag geht es nun endlich aufs Dach. Einige wundern sich sehr über die Geschwindigkeit des Aufzugs, mit dem es nach oben: "Hier arbeiteten früher Beamte, deshalb ist der Aufzug so langsam", so Lübeck.
Oben angekommen müssen wir zuallererst unsere Regenschirme aufspannen, um nicht sofort nass zu werden.
Wir testen natürlich sofort die Stabilität des Dachs indem wir gemeinsam hüpften. Schnell merken wir jedoch, dass wir das besser bleiben lasssen sollten, da das Dach tatsächlich ein bisschen nachgibt und wir nicht in der Küche landen wollten, in der ein Stockwerk tiefer gerade das Essen zubereitet wird. Erst jetzt fällt uns die tolle Aussicht auf: Vom Dach aus können wir über ganz Stuttgart sehen!
Für einige Teilnehmer ist es das erste Mal, dass sie eine Photovoltaikanlage vor sich sehen und sie auch anfassen können: "Ihr seht, eine Solaranlage ist nichts besonderes", wie Herr Lübeck trocken feststellt. Einer der tollen Vorteile einer solchen Anlage ist, dass sie nicht gewartet werden muss. Verschmutzungen werden vom Regen entfernt und sonst muss sich der Besitzer um nichts kümmern.
Nach einem Gruppenfoto gehen wir aber schnell wieder ins Trockene um erklärt zu bekommen, wie aus dem UV-Licht der Strom entsteht. Dafür sind zwei kleine Kästen zuständig. Diese Kästen werden Wechselrichter genannt. Sie wandeln die Akkuspannung, die die Solaranlage aus dem UV-Licht hergestellt hat, in Wechselspannung um. Erst jetzt kann der Strom für den Haushalt verwendet werden.
Diese Wechselrichter zeigen auch die aktuelle Leistung der Anlage an. Zum Zeitpunkt der Führng beträgt diese etwa 2x100 Watt (reicht für etwa 5 Glühbirnen), was an der Bewölkung liegt. In Spitzenzeiten erreicht die Anlage nach Herstellerangaben bis zu 5000 Watt!
Hier noch einige allgemeine Fakten und Tipps zu Photovoltaikanlagen:
Solch eine Anlage sollte etwa im 30°-Winkel gen Süden ausgerichtet werden. Wichtig dabei ist, dass Schatten auf der Anlage vermieden werden sollten. Die Laufzeit beträgt in etwa 30-35 Jahre und die Energiegewinnung wird vom Staat mit 39 cent/kWh subventioniert. Der Wirkungsgrad eine Solaranlage ist jedoch sehr gering. Nur 13-14% der Sonnenenergie können in Storm umgewandelt werden.
Wer jetzt noch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installieren möchte, sollte sich beeilen, da die Förderung des Staates sukzessive gesenkt wird!
War echt cool! Freu mich
War echt cool! Freu mich schon auf die nächste Veranstaltung!!
Atomkraftwerk
Hey Philipp,
hast du schon was von Eva gehört wegen der Terminplanung für den geplanten Atomkraftwerksbesuch? Ich habe Sie auf den handy nicht erreicht. Welcher Termin wäre denn dir recht? Ruf mich doch einfach später mal an auch wegen nächster Woche Donnerstag, was es noch vorzubereiten gibt.
Viele Grüße,
Frank