Brundtland 2.0 - diskutiert mit!

Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und Klimawandel waren die Themen, über die am 21. Juli 2010 im Kloster Bebenhausen debattiert wurde. Auch uns jungen Menschen wird immer klarer, dass wir unsere Umwelt und deren Zukunft schützen müssen, um auch noch in fünfzig Jahren ein lebenswertes Leben führen zu können.

Vor diesem Hintergrund wurde das "Brundtland Parlament 2.0" abgehalten - nicht von Politikern, wie das vielleicht anzunehmen wäre, sondern von Schülern. Aus einem ganz anderen Blickwinkel haben wir Lösungsansätze geschaffen, um uns, unsere Mitmenschen und unsere Umwelt vor einem globalen Drama zu bewahren.

Ihr seid anderer Meinung, habt Ideen oder Lösungsvorschläge? Dann schreibt einen Beitrag und lasst uns die gestrige Diskussion fortsetzen. Vielen Dank!

 

Das Gruppenfoto gibt's hier auch in voller Auflösung.

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Die Thesen

Hier sind noch einmal die Thesen, die erarbeitet wurden:

Bedürfnisse heute

  • Um ein qualitativ gutes, menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, sollten die Grundbedürfnisse (Nahrung, Freiheit, Frieden, Obdach, Kleidung, medizinische Versorgung, Bildung, persönliche Entfaltung, Individualität, Kommunikation, Integration…) für jeden Menschen gegeben sein. Diese können erweitert werden durch Dinge / Bedürfnisse, die das Leben erleichtern, die sogenannten Luxusbedürfnisse.

 

Bedürfnisse morgen

  • Wir müssen schon heute unseren Lebensstil ändern, damit für spätere Generationen menschliche und materielle Werte vorhanden sind.

 

Gerechtigkeit heute

  • Gleiche Chancen für Mensch und Umwelt.
  • Pflichten gemäß Entwicklungsstand bemessen.

 

Bedürfnismessung

  • Es muss sichergestellt werden, dass alle mit dem Lebensnotwendigen versorgt sind.
  • Es muss sichergestellt werden, dass alle die Möglichkeit haben, sich in der Gesellschaft einzubringen und gleichberechtigt handeln zu können.

 

Nachhaltigkeitskonzeption

  • Naturkapital muss erhalten werden.
  • Wenn nicht erneuerbare Ressourcen angegriffen werden, muss dies erstens sparsam geschehen und
  • zweitens muss den folgenden Generationen eine Ersatztechnik hinterlassen werden, mit der sie ihre Bedürfnisse erfüllen können.

 

Mobilität

  • Besseres Angebot im Nahverkehr / Nutzerfinanzierung.
  • Anreiz zum Verzicht auf PKW Nutzung: Rückerstattung von Kfz-Steuer, wenn man nachweisen kann, dass man unter einer gewissen Kilometerzahl geblieben ist.

 

Urbanisierung und Energieeffizienz

  • Regenerative Energien sollen optimiert und unterstützt werden.
  • Energieeffizienz soll Teil der allgemeinen Bildung sein.
  • Neubauten und alte Häuser sollen per Gesetz energetisch optimiert werden.

 

Biomasse und regenerative Energien

  • Der Staat soll erneuerbare Energien fördern und diese effizienter machen, da fossile Rohstoffe nicht unendlich verfügbar sind.
  • Photovoltaikanlagen und Solaranlagen sollen in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung besonders gefördert werden (standortspezifische Förderungen). Diese Regelung sollte weltweit gelten.

 

Unterhaltungselektronik

  • Unternehmen werden verpflichtet, die Herkunft ihrer Produkte (bzw. deren Inhaltsstoffe) anzugeben.
  • Unternehmen werden verpflichtet, eine Aktualisierung für veraltete Geräte anzubieten.
  • Unternehmen werden verpflichtet, ihre Altgeräte zurückzunehmen.
  • Unternehmen werden subventioniert, wenn sie ihre Produkte recyceln, z.b. für billiges und professionelles Recycling einen Althandyfonds einrichten. Dieser kann durch Schubsubventionen und Aktienverkauf verstärkt werden. In Fabriken kann investiert werden, damit sich professionelles Recycling wieder lohnt.
  • Unternehmen werden mit Fairtrade- und Recyclingsiegel belohnt.

 

Klimaschutz

  • Um den CO2 Ausstoß zu senken, muss die Regierung eine Kerosinsteuer erheben, um Flugdienstleistungen unattraktiver zu machen.
  • Da der Wald sehr viel CO2 umwandelt, muss die Regierung dafür sorgen, dass mindestens 100% der abgeholzten Wälder wieder aufgeforstet werden.
  • Bewusstsein in Bezug auf den Klimawandel fehlt bei vielen Menschen, deshalb sollen Projekte die den Klimaschutz thematisieren von der Regierung gefördert werden.

 

Ernährung

  • Kennzeichnung von Lebensmitteln (Nachhaltigkeit; Herkunft; Länge, CO2-Austoß und Kosten des Transportwegs; Pestizide) in transparenter Darstellung.
  • Förderung nachhaltiger Produktionen.

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