Uran ist auf der Erde hundertmal häufiger vorhanden als Silber oder Gold. Allerdings kommt für die Kernspaltung nur das Uranisotop 235 in Frage. Es kommt in natürlichem Uran nur in sehr geringer Konzentration vor (0,72%) und muss zur Energiegewinnung angereichert werden. Ein Gramm gespaltenes Uran 235 setzt eine Energie frei, die dem Heizwert von 2,6 Tonnen Steinkohle entspricht. Aus einem Kilogramm Uran 235 könnten maximal 22,5 Millionen Kilowattstunden Strom generiert werden. Aktuell verfügbare Reserven von Kernbrennstoffen könnten nur noch ca. 60 Jahre reichen, die weltweiten Ressourcen dagegen noch für Jahrhunderte, allerdings zu höheren Rohstoffpreisen.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung des extremen Zeitraums, in dem radioaktive Abfälle gelagert werden müssen, ist die Diskussion um die Zeichen, die auf Endlagerstätten hinweisen sollen. Welches Zeichen ist so eindeutig, dass es auch noch in zehntausend Jahren Menschen, die sich der Lagerstädte nähern, warnen kann? Die Antwort von Zeichentheoretikern: Ein solches Zeichen gibt es nicht, da das Verstehen von Zeichen immer kontextabhängig ist. Dies zeigt, wie sehr ein Zeitraum, wie der von Atommüll beanspruchte, jeden politischen Verantwortungshorizont sprengt.
Eine Diskussion zur Kernkraft betrifft den Preis des Atomstroms. Kritiker wenden ein, dass wesentliche Faktoren der Kosten ausgeblendet, beziehungsweise künftigen Generationen überschrieben werden: Der Preis für die Endlagerung atomaren Mülls, der Preis für eventuelle Räumungen schadhafter Zwischen- oder Endlager, der Wertverlust der Immobilien in der Nähe von AKWs oder Endlagern, die realen Kosten eines Super-GAUs, der im übrigen aufgrund der Höhe der potenziellen Schadenssumme nicht versichert werden kann. Atomstrom wäre, so die Kritiker, bei Berücksichtigung dieser – zum Teil nur potenziellen Kosten – schnell teurer als Strom aus erneuerbaren Quellen.
Auf der anderen Seite kann Kernkraft zur Energiesicherheit beitragen. Uran muss zwar auch importiert werden. Da jedoch keine großen Mengen benötigt werden ist es viel leichter als bei fossilen Brennstoffen eine für viele Jahre ausreichende Menge zu bevorraten.
Würden in Deutschland alle in der Standby-Funktion laufenden Geräte konsequent ausgeschaltet, könnte die Leistung von einem kleineren Atomkraftwerk eingespart werden.
Der Rückbau von Kernkraftwerken ist extrem kostspielig und langwierig. Eine Möglichkeit ist die Konstruktion eines sicheren Einschlusses, andererseits kann ein AKW auch vollständig abgerissen werden. Vom letzten Betriebsjahr bis zur „grünen Wiese“ vergehen dabei ca. 50 Jahre.