CCS

CCS, CO2-Abscheidung und Speicherung

CCS (Carbon dioxid Capture and Storage) bezeichnet die Technologie der CO2-Abspeicherung oder „Sequestrierung“ aus den Abgasen von Kraftwerken und die unterirdische Speicherung von CO2. Einziger Zweck dieser Operation ist, die negativen Auswirkungen von Verbrennungskraftwerken, allen voran Kohlekraftwerken, zu mindern. CO2 wirkt Klima schädigend und befördert den Treibhauseffekt bzw. die globale Erwärmung.

Kohlekraftwerk mit CCS, Energetika
Kohlekraftwerk mit CCS, Energetika

Die Entwicklung von CCS für Kohlekraftwerke ist gegenwärtig noch in den Kinderschuhen und wird industriell erst in 10-20 Jahren verfügbar sein. Für neuere Kohlekraftwerke gibt es das Label „CCS ready“. Es bedeutet, dass es möglich sein wird, dem Kraftwerk nachträglich eine CCS-Anlage einzubauen. Die Verteilung dieses Labels ist gesetzlich noch nicht endgültig geregelt.

Einrichtungen zur CCS bestehen aus drei Komponenten: Zum einen wird durch einen so genannten „Abscheider“ CO2 direkt am Kraftwerk isoliert und aufgefangen. Zum zweiten muss das abgeschiedene CO2 transportiert werden. Dafür wird gegenwärtig der Einsatz eigener Pipelines diskutiert. Zum dritten müssen Tiefenlager zur dauerhaften und sicheren CO2-Speicherung gebaut werden. Diese Lager sind aufgrund der hohen Sicherheitsstandards teuer und werden den Preis von „clean coal“ – Kohlekraft mit stark geminderten CO2-Emissionen – erhöhen.

Für die Lagerung in tiefen Schichten besteht noch großer Forschungsbedarf. Die Herausforderung besteht vor allem darin, Kontakt des CO2s mit dem Grundwasser zu vermeiden. Lager in Salzstöcken oder ausgebeuteten Gaslagern scheinen nicht auszureichen. Weitere Möglichkeiten sind Lager in geothermisch genutzten Tiefenbecken, so genannten salinen Aquiferen – was sie in Widerspruch zum Ausbau von Geothermie und auch der Entwicklung von Druckluftspeichern bringt – oder in den Ozeanen.  

Wer ist online

Zur Zeit sind 1 Benutzer und 9 Gäste online.

Benutzer online