Energie von griechisch energeia, „inneres Wirken“, bezeichnet eine grundlegende physikalische Größe, die innerhalb eines geschlossenen Systems nicht gemindert oder vermehrt werden kann, sondern immer genau erhalten bleibt. Allerdings wandelt sich Energie und hat damit zahlreiche verschiedene Erscheinungsformen, etwa als potenzielle Energie, auch „Lageenergie“ genannt (zum Beispiel Wasser in einem hoch gelegenen Stausee), chemische Energie (zum Beispiel in einem Brennstoff wie Kohle), kinetische oder Bewegungsenergie (zum Beispiel eine rotierende Turbine), thermische und elektrische Energie. Wenn man Einsteins Gedanken zugrunde legt, dass auch Materie eine Erscheinungsform von Energie ist, dann ist Energie gewissermaßen die Grundsubstanz alles Seienden.
Die physikalische Einheit für Energie ist Joule, für elektrische Energie auch Kilowattstunde (kWh).
Die physikalische Lehre von der Energie heißt Thermodynamik. Die drei Hauptsätze der Thermodynamik beschreiben die wesentlichen Eigenschaften von Energie. Sie gelten als Naturgesetze. Gedachte Verstöße gegen die Hauptsätze der Thermodynamik führen zu verschiedenen (irrealen) Konzepten eines „Perpetuum Mobiles“.
Der erste Hauptsatz der Thermodynamik, auch Energieerhaltungssatz genannt, verweist darauf, dass Energie weder erzeugt noch vernichtet, sondern nur in andere Energieformen umgewandelt werden kann.
Der zweiter Hauptsatz der Thermodynamik behandelt die Wandelbarkeit der Energie von einer Form in die andere. Er besagt, dass thermische Energie nicht vollständig in andere Energieformen umgewandelt werden kann. So kann etwa ein kälterer Körper nicht Wärme an einen wärmeren Körper abgeben.
Der dritte Hauptsatz der Thermodynamik erklärt, dass der absolute Nullpunkt der Temperatur - Null Grad Kelvin oder minus 273 Grad Celsius - nicht erreicht werden kann.