Strahlenschutztechnik

Strahlenschutztechnik
Egal, welche geteilten Meinungen in Bezug auf die nukleare Energienutzung und angesichts des weltweiten Atomwaffen-Arsenals bestehen, für den sinnvollen Einsatz von Strahlung gibt es genügend Beispiele. Wichtig ist es deshalb, dass Ingenieure/innen für Strahlenschutztechnik sehr gut ausgebildet werden!

Strahlenschutzingenieure/innen können sowohl Physik-, als auch Medizin-Experten sein. Die Bezeichnungen sind ganz unterschiedlich: Berater/in, Entwicklungs- oder Laboringenieur/in, Gutachter/in, Medizin-Physik-Experte/in, Prüfer/in, Strahlenschutzbeauftragte/r, Strahlenschutzingenieur/in sowie Sicherheitsingenieur/in oder Umweltbeauftragte/r. Strahlenschutzingenieure/innen arbeiten meist in der Forschung und Entwicklung, in kerntechnischen Anlagen, in radiologischen Kliniken, oder auch bei Gutachtern, Geräteherstellern, Fachbehörden und Überwachungsinstitutionen.

Die Suche nach einem eigenständigen Studiengang ist eher schwierig, denn diese Ausbildung ist sehr speziell. Die Sicherheitstechnik trifft den Bereich am ehesten, denn die speziellen Inhalte zum Strahlenschutz werden in dieser Fachrichtung behandelt. Grundsätzlich eignen sich aber auch sicherlich viele Physik-Studenten/innen aufgrund ihres Studienwissens für den Job als Strahlenschutzingenieur/in. Und auch die Verfahrens-, Elektro- und Umwelttechnik sowie die Medizintechnik und der Maschinenbau bieten Teilbereiche, die Wissen aus dem Strahlenschutz vermitteln.


Einblicke ins Studium
Zurzeit kannst du dich z.B. an der Berufsakademie Sachsen in Riesa und an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe zur/zum Strahlenschutzingenieur/in ausbilden lassen. Durch die Umstellung auf Bachelor und Master kommen in den nächsten Jahren sicher noch weitere Hochschulen hinzu.

Im Studium beginnst du mit den grundlegenden Naturwissenschaften aus Biologie, Chemie, Mathematik und Physik. Hinzu kommen dann auch die allgemeinen Ingenieurwissenschaften mit den Themenfeldern Apparatebau, Elektrotechnik, Elektronik und Verfahrenstechnik. Spezialisierungen, wie beispielsweise Strahlenmedizin, Diagnose- und Therapietechnik, Strahlenmess- und Analysetechnik, Kerntechnik, Energietechnik usw., sind später möglich. Bereiche aus der Betriebswirtschaft, wie Ökonomie und Qualität sowie rechtliche Aspekte aus Atom- und Strahlenschutzrecht, wirst du ebenfalls kennen lernen.


Ausbildungsmöglichkeit
Als Strahlenschutzfachkraft schützt du Menschen vor schädlichen Strahlen. Du entwickelst Schutzmaßnahmen in Kliniken oder in Unternehmen mit kerntechnischen Anlagen. Du führst regelmäßig Messungen durch und überwachst, ob auch die gesetzlichen Vorschriften zum Strahlenschutz eingehalten werden.

Deine Einsatzgebiete können recht vielseitig sein, diese reichen von Kliniken mit radiologischen Abteilungen, Unternehmen mit kerntechnischen Anlagen, Atomkraftwerken sowie kerntechnischen Forschungseinrichtungen bis hin zu Herstellerfirmen für nukleartechnischen Anlagenbau oder spezialisierten Entsorgungsbetrieben. Möglich ist aber auch die Forschung an Hochschulen, in Ingenieurbüros oder bei Gewerbeaufsichtsämtern.

Du kannst Dich bei der Industrie- und Handelskammer durch eine berufliche Weiterbildung zur Strahlenschutzfachkraft ausbilden lassen. Die Dauer der Vorbereitungskurse für die Prüfung beträgt in Vollzeit drei bis vier Monate. Bei Teilzeitlehrgängen dauern die Vorbereitungskurse in der Regel etwa sechs Monate.

Mehr Infos gibt es auch im BERUFENET unter diesem Link

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