Frischer Wind im Parlament
Bei strahlendem Sonnenschein finden über 150 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg im Kloster Bebenhausen kurz vor Beginn der Sommerferien zusammen. Ihr Ziel: Ministerpräsident Stefan Mappus und seinen Kollegen ein Thesenpapier zu übergeben, dass innovative Denkanstöße und Lösungsansätze für die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft liefert. Das Schülerparlament Brundtland 2.0 gibt Schülern die Möglichkeit ihre Stimme zu erheben und ihre Zukunft selbst mit zu gestalten.
Wir haben uns auf den Weg gemacht und Jugendliche wie auch Vertreter von Ministerien vor Ort befragt, wie sie mit dem Thema Nachhaltige Entwicklung in Kontakt gekommen sind und wie sie zu dem Thema stehen.
„Ganz offen gesagt halte ich den Begriff „Nachhaltigkeit“ für ziemlich verunglückt.“ sagt Volker Wehle, Mitarbeiter des Umweltministeriums und kritisiert damit die mangelnde Aussagekraft des Begriffs Nachhaltigkeit. Das englische Pendant Sustainability sei im dortigen Kulturkreis aussagekräftiger. Im deutschen Sprachgebrauch fehle einfach ein so griffiger Begriff. Er selbst stammt aus ländlichen Verhältnissen und achtet stets darauf regionale Produkte einzukaufen. „Biologisch angebauter Apfelsaft aus China, da ziehe ich die Streuobstvariante aus Baden-Württemberg vor“, meint auch Achim Beule, Mitarbeiter des Kultusministeriums. Er berücksichtigt die drei Aspekte biologisch, regional und fair. Margarete Lebong-Betz, Lehrerin des Justinus-Kerner-Gymnasiums, bemängelt jedoch, dass es schwer sei zu erkennen, welche Produkte nachhaltig seien.
Auch die Schüler haben hierzu eine Meinung: „Das Konzept ist gut, aber leider nur schwer umsetzbar.“, sagt Tim Lenke. Prinzipiell ist Nachhaltigkeit wichtig, jedoch sind sich alle einig, dass es schwierig ist dies vollständig umzusetzen. Dennoch bemühen sich zahlreiche Schüler nachhaltiges Handeln in ihrem Alltag unterzubringen. Beispielsweise legen sie kürzere Strecken mit dem Fahrrad zurück, recyceln und achten darauf nicht unnötig Strom zu verbrauchen.
Für einen Großteil der Schüler war Nachhaltigkeit vor dem Brundtland Projekt kein Begriff. Nun wissen jedoch die meisten etwas damit anzufangen und können so dem Ministerpräsidenten ihre gemeinsamen Vorschläge und Ideen vorlegen.
Lena Obleser, Jennifer Steinacker, Friedrich Vogt, Philip Rank
Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg
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Gute Idee, schlecht umgesetzt?
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2.Veggitag - Enttäuschend
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Hallo!Worüber genau
