Schüler mit Verantwortung - wir sind dabei!

"Der Landesschülerkongress war ein voller Erfolg!"
Am 3. - 4. März 2012 versammelten sich rund 200 Schülerinnen und Schüler in der Stadthalle Tuttlingen. Am 8. Landesschülerkongress geht es traditionell darum, die eigene SMV-Arbeit mit neuen Ideen zu bereichern, sich zu vernetzen, sich über wichtige Themen wie Jugendbeteiligung auszutauschen, Ideen, Fragen und Kritik zu unserem Bildungssystem zu sammeln und direkt mit Vertretern des Kultusministeriums und des Landtags zu diskutieren und natürlich sich zu begegnen in einem abwechslungsreichen Abendprogramm.



Und jetzt?
Der Landesschülerkongress ist zu Ende, aber die Initiativen und Ideen, die in Tuttlingen entstanden sind, stehen am Anfang Ihrer Umsetzung. Jetzt beginnt die Phase die wichtigen Ergebnisse aus den Workshops, offenen Foren zu bildungspolitischen Themen und den Podiumsdiskussionen mit den Politikern auszuwerten und in einer Dokumentation zusammengefasst weiterzutragen.
Dich interessieren die Ergebnisse? Schreib an frage.lsk@googlemail.com und wir schicken dir sobald wie möglich die Dokumentation zu.

Der Landesschülerkongress in Bildern. Hier geht's zur Bildergalerie.


Pressemitteilung des 9. Landesschülerbeirats zum 8. Landesschülerkongress
„Unsere Erwartungen an den Landesschülerkongress  wurden voll übertroffen. Mit gutem Gewissen kann ich sagen, dass es uns Schülervertretern gelungen ist  eine Plattform für die Schülerschaft des Landes zu schaffen.  Jetzt kommt es darauf an, dass wir Schüler und die Politik konstruktiv die gemeinsamen Ziel für mehr Schülerbeteiligung umsetzen“, so resümiert Simon Windmiller, Vorsitzender des Landesschülerbeirats, über den Kongress. Dieser wurde von der ehrenamtlichen Schülervertretung Baden-Württembergs am 3. bis 4. März mit rund 200 Schülerinnen und Schülern in Tuttlingen umgesetzt.  Bezeichnend waren die partizipativen Elemente der Veranstaltung . Durch interaktive Workshops und offenen Diskussionsforen zur aktuellen Bildungspolitik und zur Schülerbeteiligung wurden die Ideen, Sorgen und Meinungen der teilnehmenden Schüler zu Themen wie Gemeinschaftsschule und Schülerbeteiligung aufgegriffen. In anschließenden Diskussionen mit hochrangigen Bildungspolitikern (u.A. Dr. Frank Mentrup, Staatssekretär im Kultusministerium) konnten die Standpunkte und Anregungen direkt an die Landesregierung weitergegeben werden. Die Teilnehmer hatten zudem die Möglichkeit, via SMS ihre Fragen direkt auf einer Leinwand einblenden zu lassen. Am Sonntag wurden zahlreiche Anregungen der Schüler aus den offenen Foren direkt an die Sprecher aller im Landtag vertretenen Fraktionen eingebracht. „Wir denken, dass sowohl Herr Mentrup als auch die Bildungspolitiker wichtige Anregungen für mehr Schülerbeteiligung vorrangig behandeln. Jetzt geht es darum, wie wir diese gemeinsam auf einer konstruktiven Basis umsetzen“, so Windmiller.

Die wichtigste Forderung der Schüler ist die sofortige Einführung einer paritätischen Besetzung der Schulkonferenz. Die ungleiche Stimmenvergabe zu Gunsten der gegenüber Schüler- und Elternschaft mehrheitlich vertretenen Lehrkräfte, steht im Konflikt zu unseren Ansprüchen an ein demokratisches Schulwesen. Gerade in Hinblick auf die Umstellung der Schulart auf die neue Gemeinschaftsschule ist eine demokratische Entscheidung eine notwendige Voraussetzung. Die Landesregierung stimmt der Drittelparität zwar zu, will diese jedoch nicht sofort auf den Weg bringen. Dies ist für den Landesschülerbeirat unhaltbar. Ein Bildungssystem das an demokratischen Grundwerten orientiert ist, muss diese auch vorleben. „Die bisherige Zusammensetzung der Schulkonferenz spiegelt ein obrigkeitsstaatliches Schulwesen wieder. 

Man darf aber nicht Schülerbeteiligung nur auf dieses gemeinsame Gremium beziehen. Insgesamt muss die Beteiligung zu einem Grundprinzip bei der Planung, Entscheidung und Umsetzung von Bildungspolitik werden. Davon sind wir noch lange entfernt. “, so Windmiller.

Die Teilnehmer des Landesschülerkongresses fordern zudem, eine bessere Struktur in der Schülervertretung auf regionaler und landesweiter Ebene. „Wir Schüler sollten stärker als  zentraler Akteur der Bildungspolitik  verstanden werden, denn jede Entscheidung der Schule muss sich an unseren Bedürfnissen ausrichten. Um dies zu erreichen erfordert aber die Interessenvertretung durch den Landesschülerbeirat eine breite Meinungsbildung. Hier fehlen uns elementare Strukturen zum Austausch zwischen den 1,6 Millionen Schülern und den rund 50 Schülervertretern. “ so Simon Windmiller. In sogenannten Regionalkonferenzen sollten in regelmäßigen Abständen ein Raum geschaffen werden, in dem sich der Landesschülerbeirat mit der breiten Schülerschaft austauscht. „Hier nur auf Eigeninitiative der Schüler zu setzen ist kein gangbarer Weg.“, so Windmiller.

Nicht nur die Diskussion mit Spitzenpolitikern sondern auch die Vernetzung und der Austausch in Workshops und auf dem „Markt der Möglichkeiten“ standen im Vordergrund des Kongresses. Die Teilnehmer haben sich über ihre Arbeit in den Schülervertretungen ausgetauscht, neue Projekte und Ideen in den Bereichen Schülerbeteiligung, Demokratie und Frieden sowie Nachhaltigkeit und Zukunft entwickelt und überregional Kontakte geknüpft.

Pressemitteilung hier downloaden.

Stimmen aus der Presse
Ein Artikel in der Online-Ausgabe der Schwäbischen Zeitung.


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