Klimafreundliche Ernährung

HINTERGRUND

Während Du mit dem Einkaufswagen durch die Regale rollst und fleißig dein nächstes Mittagessen einlädst, nach Hause fährst, alles zubereitest und schließlich genüsslich verputzt, haben Deine Bananen, Pommes frites, Toastbrot und Co schon einen weiten Weg hinter sich. Manches wurde aus Afrika importiert, anderes stammt von einem Gewächshaus in Deutschland, einiges musste erst noch aufwendig weiterverarbeitet werden. Wieder anderes ist mehrschichtig eingetütet und verpackt. Alles in allem haben Deine Lebensmittel durch ihren Transport und durch ihre Produktion auf jeden Fall die Umwelt durch Klimagase, wie CO2 belastet.
 

DAS KANNST DU TUN

Um Missstände im Nahrungsmittelkonsum zu verbessern und Dich nachhaltiger zu ernähren gibt es einige Tipps für den Einkauf. In Deinen Einkaufskorb gehören vor allem:

  • Bio-Produkte: Bio-Produkte kannst Du an ihrem Bio-Siegel erkennen. Dieses Siegel zeigt, dass die Ware nach der EG-Öko-Verordnung produziert wurde. Hierbei müssen beispielsweise mindestens 95 Prozent der Zutaten aus biologischem Anbau stammen und es wird auf künstliche Düngemittel verzichtet und damit weniger Treibhausgase freigesetzt. Aber aufgepasst: Nur, wo ein Bio-Siegel drauf ist, ist auch Bio drin. Bei Fisch auf das MSC-Logo achten.
     
  • Saisonales Obst und Gemüse aus der Region: Produkte aus der Region benötigen kürzere Transportwege und einen geringeren Energieaufwand für die Lagerung. Das ist gut für unser Klima.
     
  • Weniger Fleisch und Fisch: Bei der Produktion von Fleisch entstehen viele Treibhausgase. Außerdem wird viel Wasser benötigt. Zudem ist zu viel Fleisch nicht gesund und schmeckt auch wieder viel besser, wenn es nicht täglich, sondern nur hin und wieder als Delikatesse auf dem Teller landet.
     
  • Fair gehandelte Produkte: Viele Genussmittel (z.B.: Kaffee, Schokolade) stammen überwiegend nicht aus Europa. Mit dem Kauf von Produkten, die fair gehandelt sind (und z.B. das Fair-Trade-Siegel tragen), trägst Du dazu bei, angemessene Produktions-, Handels- und Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern zu sichern.
     
  • Getränke in Mehrwegverpackungen: Mehrwegverpackungen und Flaschen können, wie ihr Name bereits sagt, mehrmals verwendet werden (Mehrwegflasche aus Glas bis zu 50 Mal, PET-Mehrwegflasche bis zu 25 Mal). Der Verkauf derer spart nicht nur Rohstoffe, sondern sichert vor allem auch Arbeitsplätze in kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region.
     
  • Trinkwasser aus dem Hahn: Unser Leitungswasser in Deutschland ist von so guter Qualität, dass es gleichzeitig auch Trinkwasser ist. Wer Leitungswasser trinkt, spart also viel Verpackung und lange Transportwege. Zusätzlich solltest Du aber immer beim lokalen Anbieter nachfragen, ob die eigenen Wasserleitungen Schadstoffe abgeben, die das Wasser nicht trinkbar machen.
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