Warten bringt nichts

Warten bringt nichts 2016

"Warten bringt nichts", der Aktionstag für zukunftsfähiges Handeln, geht am Dienstag, den 26. Juli 2016, in die vierte Runde. Erlebe in interaktiven Workshops wie Du nachhaltiges Handeln ganz einfach in Deinen Alltag integrieren kannst. Auch dieses Jahr haben wir für Dich ein spannendes Programm, mit vielen Workshops konzipiert. Desweiteren hast Du die Möglichkeit Umweltminister Franz Untersteller kennenzulernen, um mit ihm über aktuelle Umweltfragen zu diskutieren.

Workshop 1: „Modekonsum ja, aber bewusst!“

In deutschen Städten eröffnen in regelmäßigen Abständen neue Konsumtempel wie zum Beispiel das Gerber oder das Milaneo in Stuttgart. Weitere derartige Einkaufszentren sollen folgen. Bei den Kunden besonders beliebt sind Kleidergeschäfte wie PRIMARK oder H&M. Um für die Kunden die Waren zum besten Preis anbieten zu können, werden Sozial- und Umweltkosten auf den Schultern anderer ausgetragen. Da wollen wir nicht mitmachen! Mittlerweile gibt es junge und attraktive Modelabel und Fashion-Stores, die einen bewussten Modekonsum vertreten. In unserer interaktiven Textilbox kannst Du reale Arbeitsbedingungen von Näherinnen aus Bangladesh nachempfinden, die oftmals einen Stundenlohn von maximal 15 Cent erhalten. Erfahre zudem nützliche Tipps, worauf Du beim Kauf von nachhaltiger Mode achten kannst.

Workshop 2: „Nachhaltiges Reisen“

Im Konsummix unserer Wohlstandsgesellschaft spielt das Reiseerlebnis eine wichtige Rolle. Denn Reisen bildet und bietet eine willkommene Abwechslung zu Arbeit, Alltag und schlechtem Wetter. Also gilt für viele Urlauber: Je exotischer, desto besser. Die Natur bleibt durch die enormen Schäden des Reisens (CO2-, Wasser- und Ressourcenverbrauch, Bebauung von Bergen, Stränden, Wäldern) genauso auf der Strecke wie die Bewohner unserer Reiseziele, denen selbst zumeist der Zugang zum Reisen verwehrt bleibt.
Wenn Tourismus so negative Folgen mit sich bringen kann, darf man dann überhaupt noch in einen Flieger steigen? Oder ist ab jetzt nur noch die Fahrradtour mit Zelten auf der Alb moralisch vertretbar? In unserem Workshop möchten wir Formen von nachhaltigem Reisen ergründen und erforschen, wie Nachhaltigkeit im Tourismus eigentlich gemessen wird. Wie sieht eine nachhaltige Reise als Pauschalangebot aus? Und wird so etwas überhaupt nachgefragt? Kann Tourismus Armut bekämpfen und die Welt fairer machen? Oder holt man sich des CO2s wegen die Welt am besten per Internet und Fernseher nach Hause?
An diversen Stationen treffen wir auf Experten aus verschiedenen Bereichen und erkunden in Form einer interaktiven Stadtführung zugleich spannende Orte in Stuttgart.

Wurst-WS Workshop 3: „Fleischkonsum unter der Lupe“

Die Herstellung eines Kilos Rindfleisch benötigt 15.000 Liter Wasser. Tierschutzverbände sorgen sich zu Recht um das Wohlbefinden der Tiere in Massentierhaltungen. Vegane und vegetarische Ernährungsgewohnheiten werden immer beliebter. Zeitgleich hält der biodynamische Anbauverband Demeter unter strengen Tierschutzrichtlinien an der Nutztierhaltung fest. Deshalb stellen wir uns die Frage: Ist Fleischkonsum überhaupt noch vertretbar und wenn ja, wie muss dieser aussehen? Gemeinsam mit Baden-Württembergs bester (BIO-) Metzgerei kannst Du eine Wurst ganz nach deinem Geschmack herstellen und anschließend gegrillt verkosten. Wir diskutieren, wie ethisch vertretbarer und umweltfreundlicher Fleischkonsum aussehen kann und welche Rolle die Nutztierhaltung für unsere Kulturlandschaft spielt.

Workshop 4: „Klimawandel und Fluchtursachen - Was hat das mit uns zu tun?“

Unser Konsumverhalten hier in Deutschland kann sich für Länder des Südens sowohl positiv als auch negativ erweisen. Ob beim Kauf neuer Klamotten oder des aktuellsten Smartphones: Oft achten wir nur auf den Preis und blenden dabei völlig aus, dass Umweltkosten entstehen, die auf den Schultern unserer Mitmenschen ausgetragen werden. Eine Folge dieses Verhaltens ist zum Beispiel der vom Menschen gemachte Klimawandel. Dieser zählt, neben weiteren Ursachen wie zum Beispiel Bürgerkriege, zu den Hauptfluchtursachen. In unserem Workshop kannst Du Dich in einem Planspiel in die Rolle von Umweltflüchtlingen setzen, um deren Alltagsleben nachzuempfinden.

Workshop 5: „Zukunft selbst gestalten“

Junge Erwachsene sollen an der Gestaltung ihrer Kommune ab sofort stärker beteiligt werden. Jugendliche sollen mitentscheiden in welcher Zukunft sie leben wollen. So sieht es die neue Gemeindeordnung vor. Doch oft bleiben die Mitgestaltungsmöglichkeiten ungenutzt. Zum einen fühlen sich Kommunen mit dem Mehraufwand überfordert und zum anderen fehlt es an attraktiven und unbürokratischen Beteiligungsmöglichkeiten. Im Workshop erfährst Du, wie Du Deine Umgebung nach Deinen Vorstellungen gestalten kannst.

Workshop 6: „Energierebell“

Baden-Württemberg hat sich bis 2050 zum Ziel gesetzt, 80 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Damit dies gelingt, können alle mitmachen! Neben den großen Windparks oder Biogasanlagen, zählt jeder noch so kleine Beitrag, um die Energiewende voranzubringen. Mit sogenannten Plug & Play Solarmodulen gerüstet, ziehen wir los und installieren in öffentlichen Einrichtungen kleine Kraftwerke. Wir bleiben auch kritisch und prüfen die Solarmodule auf Umweltverträglichkeit und deren Beitragspotenzial zur Energiewende.

Schnippeldisko

Workshop 7: „Schnippeldisko“

Der deutsche Durchschnittsbürger wirft jährlich 80 kg Lebensmittel in den Müll. Gegen diesen Wegwerfwahn mobilisieren sich ehrenamtlich organisierte Netzwerke und Initiative wie foodsharing, die nicht mehr marktfähige aber noch genießbare Lebensmittel wieder ihrem eigentlichen Sinn zuführen. Gemeinsam mit foodsharing-Aktivisten verarbeiten wir im Rahmen einer Schnippeldisko weggeworfene Lebensmittel zu einem leckeren Gericht, das in der Mittagspause verzehrt wird. Schnippeln rockt!


 

INFOS FÜR TEILNEHMER/INNEN:
 

  • Programm: Du findest das Programm in unserem Downloadbereich (rechts). Der Aktionstag beginnt am Dienstag, den 26. Juli 2016, um 10:00 Uhr und endet um 16:30 Uhr.
  • Workshops: Sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag wird es jeweils eine Workshop-Session geben. Die Vormittags- und Nachmittags-Sessions sind identisch. Jede Session besteht aus sieben parallel stattfindenden Workshops. Heißt konkret, dass Du insgesamt an zwei Workshops teilnehmen kannst.
  • Veranstaltungsort: dasCann Jugendhaus (siehe Anfahrtsbeschreibung im Downloadbereich rechts).
  • Verpflegung: Die Teilnahme am Aktionstag "Warten bringt nichts" ist für Dich komplett kostenlos. Wir sorgen für eine ganztätige Verpflegung.
  • Zielgruppe: Der Aktionstag richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 26 Jahren.
  • Anreise: Wir unterstützen Dich bei Deiner Anreise. Eine Unterstützung für Reisekosten findest Du im Downloadbereich (rechts).

*** Auf Grund eurer hohen Nachfrage haben wir unsere Kapazitäten bereits erreicht. Um die Qualität des Aktionstages zu gewährleisten, bitten wir um euer Verständnis, wenn wir keine weiteren Anmeldungen aufnehmen können. ***


RÜCKSCHAU:

Das war "Warten bringt nichts 2015".

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