Die Jugendbeteiligung zum IEKK sendet klare Botschaften

Wir müssen radikaler denken und handeln!

Die Jugendbeteiligung zum IEKK sendet klare Botschaften

„Wir müssen radikaler denken und handeln!“

Das ist die Kernbotschaft der Jugendbeteiligung, die am 8. Juni 2019 im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) stattfand. Gemeinsam mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg hatte die Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg dazu eingeladen.

Rund 30 Teilnehmende – Schüler*innen, Studierende und Berufstätige – trafen sich im Social Impact Lab Stuttgart, um Maßnahmenvorschläge der Landesministerien zum Klimaschutz zu bewerten, zu kommentieren und zu diskutieren. Mit dabei waren auch Mitglieder des Jugendbeirats der Nachhaltigkeitsinitiative. Zudem standen zwei Ressortvertreterinnen aus dem Umweltministerium sowie dem Verkehrsministerium den Jugendlichen Rede und Antwort.

Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen ist die 1,5 °C-Grenze nicht einzuhalten

Nach einem Intro durch Ministerialdirigentin Sibylle Hepting-Hug (Umweltministerium) startete bereits zu Beginn eine rege Diskussion, ob die von der Landesregierung angestrebten Ziele und Maßnahmen für die Erreichung der 1,5 °C-Grenze ausreichend seien. Nach einem Sonderbericht des Weltklimarats IPCC treten unaufhaltsame Klimaveränderungen ein, sollte die globale Temperatur um über 1,5 °C zunehmen.

Die Stimmung unter den beteiligten Jugendlichen war klar zu spüren: Die Treibhausgas-Emissionen müssen möglichst schnell auf Netto-Null reduziert werden. Das vom baden-württembergischen Landtag im Sommer 2013 beschlossene Klimaschutzgesetz sieht lediglich eine Minderung der Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 % und bis 2050 um 90 % vor – jeweils bezogen auf 1990. Das ist den Teilnehmenden der Jugendbeteiligung zu wenig. Sie fordern ambitioniertere Ziele im Hinblick auf die 1,5 °C-Grenze und eine entsprechende Verschärfung der bisherigen Maßnahmen.

Echter Klimaschutz durch eine Verschärfung der Maßnahmen

Am Nachmittag bildeten sich Kleingruppen, um die einzelnen Maßnahmen der sechs Themenfelder Strom, Wärme, Verkehr, Landwirtschaft, Industrie und Stoffströme sowie die Querschnittsthemen zu diskutieren, kritisch unter die Lupe zu nehmen und eigene Maßnahmenvorschläge einzubringen. Daraus ergaben sich fünf Positionen und Forderungen für den Klimaschutz in Baden-Württemberg:

  • Mit den bisherigen Maßnahmen werden die Pariser Klimaschutzziele krachend verfehlt.
  • Das IEKK und das baden-württembergische Klimaschutzgesetz müssen an die 1,5 °C-Grenze angepasst werden.
  • Das Land Baden-Württemberg muss sich auf Bundesebene und EU-Ebene für die 1,5 °C-Grenze einsetzen.
  • Die Maßnahmen müssen im Einklang mit dem aktuell verbleibenden CO2-Budget und den Jahreszielen jährlich angepasst werden.
  • Es muss eine Sensibilisierung der breiten Bevölkerung durch niederschwellige Informationsangebote zu Themen rund um den Klimaschutz stattfinden.

Die Ergebnisse der Jugendbeteiligung werden mit Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung an dieser Stelle veröffentlicht.

Du willst Dich beteiligen?

Bis 30.06.2019 läuft die Online-Beteiligung, in deren Rahmen die vorgeschlagenen Maßnahmen kommentiert und ergänzt sowie neue Maßnahmen vorgeschlagen werden können. Mach mit unter www.Klimaschutz-MitWirkung.de.

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Was ist das IEKK?

Das IEKK benennt Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Umsetzung des vom baden-württembergischen Landtag im Sommer 2013 beschlossenen Klimaschutzgesetzes. Dieses sieht eine Minderung der Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 % und bis 2050 um 90 % vor – jeweils bezogen auf 1990. Die Landesregierung hat alle Maßnahmen des Landes zum Klimaschutz in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst. Dieser Maßnahmenkatalog soll nun, gemeinsam mit der Bürgerschaft, weiterentwickelt werden, um bei der Fortschreibung des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts (IEKK) einzugehen. Weitere Infos findest Du unter www.Klimaschutz-MitWirkung.de.


Text: Valentin Marx, Mitglied des Jugendbeirats der Nachhaltigkeitsinitiative

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