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Letzte Änderung: 22.04.2026

Erwartungen des Jugendrats an den Koalitionsvertrag

Ein Mitglied des Jugendrats bringt beschriftete Karten an eine Pinnwand an.
© Elisa Mauruschat

Nehmt uns endlich ernst! 

Jugendliche aus Baden-Württemberg stellen Anforderungen an die nächste Landesregierung:

Der Jugendrat für Klima & Nachhaltigkeit Baden-Württemberg formuliert klare Vorstellungen an den Koalitionsvertrag, den Vertreter*innen der Grünen und der CDU aktuell verhandeln. Klimaschutz und Jugendbeteiligung sind kein “Nice to Have”, sondern aus Sicht der Jugendlichen elementar wichtig. Für den Koalitionsvertrag fordert der Jugendrat fünf konkrete Punkte:

  1. Ressortspezifische Jugendbeteiligung an allen Ministerien sowie den Ausbau von Jugendkreisräten im Land
  2. Etablierung eines “Projekttag Nachhaltigkeit” an allen Schularten, der Klima & Nachhaltigkeit in Form von Praxis-Projekten angewandt an unsere Schulen bringt
  3. 365€ Ticket für junge Menschen, um klimafreundliche Mobilität zu stärken und junge Menschen finanziell zu entlasten
  4. Absicherung der Finanzierung studentisch organisierter Green Offices, sowie die Etablierung von Nachhaltigkeitsstrategien an allen Hochschulen
  5. In allen Städten ab 50.000 tausend Einwohner*innen soll eine Bibliothek der Dinge, zum niederschwelligen Ausleihen von gelegentlich genutzten Gegenständen, eingerichtet werden.

Des Weiteren formuliert der Jugendrat die klare Erwartung, sich an die Empfehlungen des Klimasachverständigenrats zu halten und diese schnell und ganzheitlich umzusetzen.

Ein Expertengremium zum Klimaschutz bewirkt nur dann etwas, wenn sich auch an dessen Empfehlungen gehalten wird. Liebe grün-schwarze Landesregierung: Ihr habt die Expert*innen gefragt, also hört auch auf deren wissenschaftlich fundierte Position", betont Jugendrat Jonas Klein die Wichtigkeit der schnellen Umsetzung.

Baden-Württemberg ist im Bereich der Jugendbeteiligung auf einem guten Weg - hier dürfen in der nächsten Legislatur keine Rückschritte passieren! Der Jugendrat für Klima & Nachhaltigkeit ist ein gutes Beispiel, wie Beteiligung auf Landesebene funktionieren kann: 

Gute Jugendbeteiligung ist wichtiger Bestandteil unserer modernen Demokratie. Die nächste Landesregierung muss Beteiligungsformate auf Landesebene stärken und ausbauen – themenübergreifend, aber auch gezielt in jedem einzelnen Ministerium. Nur so können junge Menschen ihre Perspektive wirksam in politische Entscheidungen einbringen.“, ergänzt Jugendrat Yannick Werner. 

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Der Jugendrat für Klima & Nachhaltigkeit Baden-Württemberg

Der Jugendrat für Klima & Nachhaltigkeit Baden-Württemberg ist ein landesweites Beteiligungsgremium junger Menschen und seit 2012 Teil der Jungen Plattform der Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung Baden-Württemberg. Ziel des Jugendrats ist es, junge Stimmen in der Landespolitik sichtbar zu machen und als verbindendes Element zwischen Jugend, Politik und Gesellschaft zu wirken. Der Jugendrat versteht sich sowohl als beratendes Gremium für die Landespolitik als auch als aktiver Akteur, der eigene Projekte umsetzt und öffentliche Debatten beeinflusst, um Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Land voranzutreiben und mitzugestalten. Im Jugendrat engagieren sich aktuell 19 junge Menschen zwischen 17 und 27 Jahren aus ganz Baden-Württemberg. Die Ernennung der Mitglieder erfolgt durch eine Jury aus Vertreter*innen von Jugendorganisationen, der Kinder- und Jugendarbeit, Ministerien sowie dem Jugendrat selbst (zuletzt im April 2023 und 2025). Engagement und Vielfalt sind zentrale Auswahlkriterien.


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