Wie können wir Social Media wirksam nutzen und uns gegenseitig supporten?
Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres Netzwerktreffens für BNE-Akteur*innen, das wir gemeinsam mit der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit am 5. März 2026 im Lib-Room Café in Stuttgart veranstaltet haben.
Im Austausch mit BNE-Akteur*innen und Multiplikator*innen zeigt sich immer wieder: Viele Organisationen stehen vor der Herausforderung, trotz knapper Ressourcen zielgruppengerechten Content zu erstellen, der über die eigene „Bubble“ hinausreicht und (komplexe) Nachhaltigkeitsthemen unterhaltsam vermittelt. Es herrscht oft Unsicherheit oder auch Unzufriedenheit mit der eigenen Social-Media-Präsenz. Denn wir alle bewegen uns im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit, unserem Bildungsauftrag und der schnellen, aufmerksamkeitsgetriebenen Logik sozialer Medien.
Voneinander lernen und Kooperationen eingehen
Genau deshalb sind solche Netzwerktreffen so wertvoll: Wir nutzen Synergien und lernen aus den Strategien der anderen!
Neben Bildungsorganisationen waren auch Akteur*innen aus der Entwicklungszusammenarbeit, der Jugendbeteiligung, Kreislaufwirtschaft, dem Energiesektor oder dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz dabei. Wir kamen über unsere Themenschwerpunkte, Zielgruppen, Learnings sowie Herausforderungen ins Gespräch. Der wertvolle Austausch legt den Grundstein für eine noch engere Zusammenarbeit, um die Sichtbarkeit unserer Nachhaltigkeitsthemen und Bildungsformate zu erhöhen.
Wir haben einige der Impulse aus der Runde hier für euch zusammengefasst:
- Collab-Posts nutzen: Inhalte werden in zwei oder mehr Accounts veröffentlicht, generieren so mehr Sichtbarkeit und können dazu beitragen, Follower*innen zu gewinnen.
- Hooks einsetzen: Ein Video muss in den ersten 3-5 Sekunden die Aufmerksamkeit gewinnen und den "Scroll-Reflex" stoppen. Ein starker Hook spricht ein Problem oder ein Bedürfnis der Zielgruppe an. Z.B. eine steile These, Zukunftsvision, überraschende Frage oder ein visuelles Highlight.
- Edutainment & Storytelling: Fakten allein bewegen wenig – erst persönliche Geschichten bauen eine emotionale Brücke zur Lebenswelt der Zielgruppe. Sie schaffen Identifikation, machen komplexe Nachhaltigkeitsthemen greifbar und inspirieren dazu, das eigene Handeln zu überdenken.
- Content-Recycling (Inhalte querverwenden): Inhalte eines Blogartikels oder Workshop-Konzepts werden für einen Instagram Post oder LinkedIn Beitrag genutzt. Das spart Zeit und Ressourcen. Aber Vorsicht: Nur ein Gedanken pro Video! Posts nicht überladen, sondern Inhalte auf eine einzige, klare Botschaft herunterbrechen.
Gemeinsam stärker: Mehr Reichweite, mehr Wirkung
In der von uns moderierten Kleingruppe war die Kommunikation mit der jungen Zielgruppen auf verschiedenen Social-Media-Plattformen das Thema: Wie baut man Vertrauen auf und weckt echtes Interesse für nachhaltige Handlungsalternativen?
Hilfreiche Hinweise dazu liefert die Ideenwerkstatt „betterLänd“, ein Jugendbeteiligungsverfahren zu Umwelt- und Klimathemen. Die Ergebnisse zeigen konkret, wie Inhalte auf Social Media aufbereitet sein sollten, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen: Ihnen ist eine authentische, humorvolle Kommunikation wichtig – auch bei ernsten Themen. Praktikable Tipps für den Alltag sind gefragt – z. B. wie sich durch nachhaltiges Handeln auch Geld sparen lässt.
Am Ende des Netzwerktreffens waren sich alle einig: Zukünftig sollen mehr Projekte, Veranstaltungen und Posts in Zusammenarbeit entstehen und mit der Community geteilt werden. Kommen wir an einem Punkt nicht weiter, melden wir uns direkt beim Netzwerk, anstatt Lösungen in Blogs oder YouTube-Videos von Creatorn zu suchen, die unsere Themen – von Politik bis Nachhaltigkeit – gar nicht abdecken, kommerzielle Ziele verfolgen oder andere Zielgruppen bedienen.
