Elektroautos Netzstabilität

Elektroautos: Eine Gefahr für die Netzstabilität?

Elektrofahrzeuge benötigen, wie andere elektrische Geräte auch, Energie in Form von Strom. Doch was passiert mit dem Stromnetz, wenn die Zahl der Elektrofahrzeuge zunimmt? Gefährden Elektroautos die Netzstabilität? .Über diese Fragen und Herausforderungen der Elektromobilität haben Expertinnen und Experten im Rahmen der Messe i-Mobility diskutiert und Lösungsvorschläge vorgestellt.

Auf den Gesamtstromverbrauch hätte eine Zunahme an elektrisch betriebenen Fahrzeugen nur geringe Auswirkungen. Würde man in Deutschland alle herkömmlich angetriebenen Fahrzeuge durch Elektrofahrzeuge ersetzen, so würde der Stromverbrauch nur 10 % über dem derzeitigen Stand liegen. Allerdings sind wir es gewohnt, Strom zu jeder Tageszeit nutzen zu können. Steigt der Stromverbrauch zum Beispiel durch eine kurzzeitig hohe Nachfrage stark an, kann es zu Stromausfällen kommen. Die Expertinnen und Experten haben bei Elektrofahrzeugen, insbesondere bei der Verwendung von Schnellladestationen, genau diese Bedenken.


Projekt PiVO als Lösungsansatz

Damit mögliche Stromausfälle künftig ausbleiben, arbeitet der Bundesverband Solare Mobilität (BSM), die TU Clausthal und weitere Partner an einer netzoptimierten Ladetechnik im Projekt PiVO “Tanken im Smart Grid“. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer intelligenten Ladetechnik in Elektrofahrzeugen, die Ladevorgänge an die Qualität der Netzversorgung anpasst. Von dieser Technik verspricht man sich ein „gesundes“ Stromnetz gewährleisten zu können. Die im Projekt entwickelte Ladetechnik erkennt den Netz-Zustand am Lade-Ort und passt die Ladeleistung entsprechend an. Bei einer kleinen Netzspannung wird nur wenig Leistung bereitgestellt und umgekehrt. So gleichen sich die Ladezeiten im Jahresmittel aus und es entstehen keine Verluste für den Endverbraucher. Vorgesehen ist auch, dass das System während des Ladevorgangs Daten über den Zustand des Netzes in eine virtuelle Karte überträgt. Auf Basis dieser Informationen kann der Netzbetreiber eine hohe Versorgungsqualität gewährleisten.


Allgemeine Empfehlungen

Durch den zunehmenden Ausbau erneuerbarer Energien entstehen weitere Herausforderungen für die Netzstabilität. Strom aus Solarenergie kann nur bereitgestellt werden, wenn die Sonne scheint. Analog verhält es sich zur Windenergie. Somit entstehen Probleme beim Ausgleich der bereits erwähnten Spitzen. Das Problem kann auf lange Sicht nur dadurch gelöst werden, dass mehr Geld in die Erforschung von Speichertechnologien fließt, so der Tenor der Veranstaltung. Des Weiteren muss ein stärkerer Wandel hin zu einer dezentralen Versorgung mit Strom erfolgen. Sogenannte Insellösungen sind schon lange im Fokus der Forschung. Idealerweise können sich diese „Inseln“ energieautark versorgen und im Falle eines Netzausfalls selbst erhalten. Dazu ist aber eine vermehrte Erforschung solcher Inseln notwendig. Einig sind sich die Expertinnen und Experten auf jeden Fall in einem Punkt: Maßnahmen wie PiVo müssen im Kleinen beginnen, um dann in der Summe mit weiteren Einzelmaßnahmen ihre Wirkung zu entfalten.

Projekt PiVo - Tanken im Smart Grid
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