"plan b: Sparsam und sauber: Strom aus der Nachbarschaft": Andreas Gißler und Peter Antes bei der Installation eines Balkonkraftwerkes.

Heidelberg wird Sonnenstadt

Video: Sparsam und sauber – Strom aus der Nachbarschaft

Nirgendwo in Europa ist Strom so teuer wie in Deutschland. Corona und Homeoffice treiben die Stromkosten zusätzlich in die Höhe. Und der Stromverbrauch ist zudem oft intransparent. Wir bezahlen monatlich einen Abschlag, wissen aber nicht wofür – z.B. welche Geräte im Haushalt besonders viel Strom verbrauchen. Der Umstieg von Kohle- und Atomkraft auf erneuerbare Energie liefert kreative Ideen, die nicht nur auf nachhaltige und regionale Stromquellen setzen, sondern auch günstige Preise versprechen. 

Wie "Strom aus der Nachbarschaft" funktioniert, zeigen Energiegenossenschaften wie die HEG in Heidelberg. Wer will, kann dort für 100 Euro Mitglied werden, in erneuerbare Energien investieren und gleich doppelt profitieren: von günstigem Sonnenstrom und den Gewinnen, die mit überschüssiger Energie erzielt werden.


Foto: Heidelberg wird Sonnenstadt – Das Team der HEG montiert Solarmodule auf dem Dach eines Einfamilienhauses. / © ZDF/Conny Schulze


Nach diesem Motto arbeitet auch das Start-up eFriends in Österreich – das Konzept heißt Sharing Technology. Es soll diejenigen, die Strom erzeugen, mit denen zusammenbringen, die welchen brauchen. Familie Weber baut zum Beispiel auf dem Dach ihres Weinguts eine große Solaranlage, kann die Kosten dafür aber nicht allein tragen. Familie Poller aus dem Nachbarort wiederum braucht Strom und das Start-up eFriends macht daraus eine Win-win-Situation: Für eine einmalige Investition erhalten Pollers sechs Jahre lang kostenlos Strom und danach zu einem Preis, der weniger als die Hälfte des üblichen Marktpreises beträgt. Die Investition bekommen sie zudem noch in Form von Weingutscheinen zurück. Durch die eFriends-Watch sind beide Seiten in Echtzeit miteinander verbunden. Diese Uhr zeigt Familie Poller an, wann ihre Stromfreunde kostenlose Energie für sie erzeugen und wann diese dann gezielt genutzt werden kann.

Einzigartig und smart ist auch das Stromspar-Konzept der EnergieRevolte aus Düren – es funktioniert mit Prepaid-Strom. Ein monatlich buchbares Budget hilft, Verbrauch und Kosten im Griff zu behalten und Sperrungen zu vermeiden, während die zugehörige App viertelstündlich den aktuellen Verbrauch zeigt.


Das Video Sparsam und sauber – Strom aus der Nachbarschaft findest Du in der ZDFmediathek. Das Video ist verfügbar bis zum 19.05.2023.

Weitere links:

"plan b: Sparsam und sauber: Strom aus der Nachbarschaft": Ursula Röper und Andreas Gißler stehen auf einem Dachbalkon, der von Solarpanels umgeben ist, und lächeln in die Kamera.
Foto: Ursula Röper ist Mitglied der Heidelberger Energiegenossenschaft, Andreas Gißler der Vorstandsvorsitzende der HEG.

Foto im Header: Andreas Gißler (l.) hilft Peter Antes (r.) bei der Montage seines Balkonkraftwerks. / © ZDF/Conny Schulze

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