Mitstreiter*innen für Klimaschutz gewinnen

Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hat sich die internationale Staatengemeinschaft darauf verständigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad, gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind auf allen gesellschaftlichen Ebenen enorme Anstrengungen zu unternehmen. Nicht nur Bürgerinnen und Bürger sind gefragt, ihr Alltagsverhalten klimafreundlich auszurichten. Auch Politik, Wirtschaft und Wissenschaft müssen gemeinsam an einem Strang ziehen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Das Land Baden-Württemberg wird die für 2020 gesteckten CO2-Reduktionsziele verfehlen. Ein Grund mehr, sich noch stärker für den Klimaschutz einzusetzen und aktiv den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Politik zu suchen.

Vielfalt, die anspricht

Genau hier mischt der Jugendbeirat der Nachhaltigkeitsstrategie mit. So auch bei den diesjährigen Herbstmessen in Stuttgart, vom 21. – 24. November, in dessen Rahmen die Jugendinitiative beim Morgenmacher Festival vertreten war. Das Morgenmacher Festival, thematisch im Bereich der Maker-Szene einzuordnen, bot die Möglichkeit, besonders mit den Menschen in Kontakt zu kommen, für die Anregungen zur Gestaltung eines klimafreundlichen Alltags teilweise neu und hilfreich sind. Sprich, ein Austausch nicht mit den üblichen Verdächtigen also.

Die Jugendinitiative bot ein vielseitiges Programm, gemischt aus Vorträgen auf der Macherbühne, Workshops zum Klimaschutz im Alltag und einer Chillout-Lounge mit Vertical-Farming Container. Diese Angebote wurden insbesondere von Schülerinnen und Schülern genutzt, die im Rahmen der Schülertage auf der Messe waren.

Am Stand der Jugendinitiative lud die Metzgerei Grießhaber zum Wurstselbermachen ein. Herr Grießhaber machte deutlich, dass er sich für weniger, dafür hochwertigeren Fleischkonsum einsetzt. Für solche Aussagen haben seine Metzger-Kollegen nur Verwunderung übrig, da er doch mit dem Verkauf von Wurst- und Fleischwaren sein Geschäft macht. Eine Wurst darf da auch mal Gemüsezusätze wie Kartoffel enthalten.

Wie wir uns in Zukunft, besonders in Gegenden mit Flächenknappheit ernähren könnten, konnten die Besucherinnen an Hand des Vertical-Farming Containers erleben. Im Container wuchsen Salat und Basilikum vertikal statt horizontal. Besonders viel Sinn macht diese Produktionsweise dann, wenn der Strom für die Klimasteuerung und Beleuchtung aus erneuerbaren Energien stammt.

Lösungen gemeinsam mit der Politik suchen

Auch der Austausch mit der Politik stand im Fokus. Staatssekretär Dr. Andre Baumann nahm sich die Zeit, um am Freitag mit Vertreterinnen und Vertretern des Jugendbeirats und Fridays for Future zu sprechen. Inhalt des Dialogs waren Maßnahmen, die die Politik auf Landes- und Bundesebene für den Klimaschutz unternehmen muss. Beim anschließenden Rundgang zu den Nachbarständen von Jugend forscht und der BW-Stiftung ging es unter anderem auch um nachhaltige Mobilitätskonzepte sowie darum, wie Schulen das Thema Klimaschutz stärker im Lehrplan verankern können.

Verhaltensveränderungen begleiten

Durch die zahlreichen Gespräche mit den Messebesucherinnen und Messebesuchern wurde eine Sache besonders deutlich: Wenn wir die Menschen, die sich aktuell nur bedingt für Klimaschutz interessieren, zum Handeln und umdenken motivieren wollen, ist das kein Selbstläufer. Wer eine Verhaltensänderung erzielen will, muss Durchhaltevermögen mitbringen. Es ist wichtig sein Umfeld regelmäßig zu motivieren und darin zu unterstützen mit den Schwierigkeiten und Fragen, die zwangsläufig entstehen, sinnvoll umzugehen.

Mit dieser Haltung freuen wir uns schon auf die kommenden Events, um noch mehr Mitstreiterinnen und Mitstreiter zur Erreichung der Klimaziele von Paris zu gewinnen.

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