Mobile Gärten

Mobile Gärten

Gärtnern auf kleinstem Raum. Die mobilen Gärten machen`s möglich. Wir zeigen euch wie man ein mobiles Gemüse-Hochbeet anlegt.

Eine der ersten Herausforderung beim Gärtnern ist es sich noch vor Frühlingsbeginn Gedanken zu machen, welche Pflanzen man in seinem Garten anbauen möchte. Bereits ab März kann ein Großteil der Pflanzen auf dem Fensterbrett vorgezogen und teilweise schon im Frühbeet ins Freiland gesät werden. Das dafür benötigte Saatgut kann z.B. von einer lokalen Gärtnerei beschafft oder übers Internet bezogen werden. Wer nauchbaufähiges Bio-Saatgut möchte, ist bei der Bingenheimersaatgut oder Dreschflegel gut aufgehoben. Oft lohnt es sich im Bekanntenkreis nach Saatgut aus dem Vorjahr nachzufragen. Bei niedriger Temperatur und geringer Luftfeuchte lässt sich das Saatgut bedenklos mehrere Jahre verwenden ohne, dass es seine Keimfähigkeit verliert. Also, Samen und Anzuchterde besorgen und in Saatschalen oder Töpfen aussäen. Beim Keimen sind zwei Faktoren entscheidend: Eine konstante Temperatur zwischen 20 und 25°C und hohe Luftfeuchtigkeit (> 80%). Der Moment, in dem die ersten Keimlinge nach einigen Tagen des ungeduldigen Wartens das Tageslicht erblicken, ist super! Hochbeetschichten
GÄRTNERN AUF ENGSTEM RAUM

Gärtnern ohne viel Platz zu haben, ist möglich! Eigentlich sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und es können so gut wie alle Gefäße in Beete umgewandelt werden. Das reicht von den alten Schuhen, über Europaletten bis hin zu hängenden Flaschengärten. Wir haben uns für Hochbeete in Gemüsekisten entschieden, da auf unserem städtischen Grundstück kein Mutterboden vorhanden ist. Gebrauchte Kisten können im Internet bestellt werden. Mit einer freundlichen Nachfrage bei Lebensmitteleinzelhändlern, beim Lebensmittelgroßmarkt, Bäcker oder Landwirt um die Ecke kann man auch fündig werden.

AUF DEN BODEN KOMMT ES AN

Sind die Kisten erstmal da, solltet Ihr diese mit wasserdurchlässigem Unkrautvlies (80g/m²) auslegen. Somit bleibt das Füllmaterial auch in der Kiste. Danach geht es ans Befüllen. Das Hochbeet wird in drei Schichten angelegt. Man benötigt Reisig, Grünschnitt und ein Bodensubstrat. Diese "Zutaten" bekommt man kostenlos oder zu einem geringem Preis beim lokalen Wertstoffhof, Häckselplatz einer Kompoststelle oder von Gärtnereien. Jede Schicht im Hochbeet erfüllt eine spezielle Funktion. Das Reisig dient der Drainage, wird langfristig abgebaut und schließlich in Kompost verwandelt. Grünschnitt ist eine längfristige Nährstoffquelle, die erst nach und nach umgewandelt wird. Das Bodensubstrat, ein Gemisch aus lehmigem Mutterboden, Kompost und Sand, muss mehrere Eigenschaften haben. Die Lehmanteile im Substrat sind eine gute Wasserspeicher und vermeiden somit ein schnelles Austrocknen des Beetes. Kompost liefert Nährstoffe und Sand sorgt für eine gute Durchlüftung des Bodens. Beim Mischungsverhältnis der drei Bestandteile lohnt es sich ein bisschen zu experimentieren. Je nach Lehmanteil im Mutterboden müsst ihr den Kompost und Sandanteil erhöhen oder verringern. Für uns hat ein Mischverhältnis von 1 (Mutterboden) : 2 (Kompost) : 2 (Sand) als geeignet erwiesen. Alternativ zum Selbermischen könnt ihr euer Hochbeet auch komplett mit torffreier Pflanzerde befüllen, wenn ihr dafür das nötige Kleingeld übrig habt.

Ausgangssubstrate

Ausgangssubtrate (von links nach rechts): Kompost, Mutterboden, Reisig, Grünschnitt.

RICHTIGEN PFLANZZEITPUNKT WÄHLEN

Nun kann es losgehen! Ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen) können die vorgezogenen Jungpflanzen in das Kistenbeet umgesetzt werden und frostanfällige Gemüsesorten wie z.B. Bohnen direkt gesät werden. Frostresistente Kulturen wie Karotten oder Radieschen können auch schon ab Anfang März ausgesät werden. Ist der „Kistenacker“ bestellt heißt es pflegen, bewässern, den Pflanzen beim Wachsen und Blühen zuschauen. Am Ende warten dann auch noch die erste eigene kleine Ernte.

RESSOURCEN SCHONEN

Obacht - auch beim Gärtnern sollte man auf den Ressourcenverbrauch achten! Wir mußten z.B. die Erde mit dem Auto anfahren. Am besten wäre es, wenn ihr die Erde und den Garten gleich für mehrere Jahre anlegt und ein längerfristiges Projekt daraus entsteht. Dann lohnt sich auch der Ressourceneinsatz. Noch besser ist, ihr findet gebrauchte Kisten oder was ganz kreatives wie alte Koffer zum Befüllen. Wenn Ihr dann noch mit Regenwasser die Pflanzen gießt, dann war es ein echtes nachhaltiges Projekt!

Viel Spaß beim Gärtnern!

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