Online Summit #bewusstfuermorgen

Anlässlich des Black Fridays am 27.11.2020, der für (unüberlegte?) Schnäppchen steht, wollen wir für nachhaltigen und vor allem bewussten Konsum sensibilisieren. Unter dem Motto #bewusstfuermorgen fand am 12. November 2020 unser Online-Summit statt.

In verschiedenen Workshops erarbeiteten wir Tipps für einen nachhaltigeren Alltag und machten uns Gedanken über unseren Konsum und wie wir ihn Zukunft verändern wollen.

In den Workshops wurden Ideen dazu ausgetauscht, wie wir uns weniger von Werbung beeinflussen lassen können, wie wir Elektrogeräte reparieren und damit länger nutzen können oder was für uns eigentlich ein gutes Produkt ausmacht.

Am späten Nachmittag fand anschließend noch ein Paneltalk statt, bei dem und der Öko-faire Marktplatz „Avocado Store“ und VAUDE & Zündstoff als öko-faire Brands von ihrem Umgang mit dem Black Friday berichteten und wie sich für einen nachhaltigen Konsum einsetzen.

Lies nach, welche Ergebnisse die einzelnen Workshops ergeben haben:

WS 1: Wie wir den Alltag nachhaltig gestalten können

Im Kreativworkshop nahm uns Illustratorin Franziska Viviane Zobel mit in ihren nachhaltigen Alltag und teilte Tipps, um umwelt- und klimafreundlicher und mit weniger Plastik durch den Tag zu gehen: Frühstück mit Fairtrade Produkten, ein Kleiderschrank gefüllt mir fairer oder Second-Hand Mode, Naturkosmetik ohne Mikroplastik, ein nachhaltig eingerichtetes Büro mit umweltfreundlichem Zubehör, grüne Mobilfunk- und Stromanbieter und viele weitere Tipps hatte sie für uns im Gepäck.

Besonders schön waren die dazu passenden Zeichnungen von Franziska, die uns schon während ihrer Präsentation inspirierten, selbst kreativ zu werden. Bevor wir zum Stift griffen und uns am Zeichnen versuchten, zeigte uns Franziska verschiedene (digitale) Illustrationstechniken und einige Beispiele ihrer Illustrationen mit nachhaltiger Message. Die Teilnehmer*innen suchten sich ein Zitat für mehr Nachhaltigkeit im Alltag oder ein Statement gegen den Überkonsum und die Massenproduktion von Waren aus und kreierten ein Bild darum herum.

Du bist neugierig auf die entstandenen Illustrationen? Dann schau vorbei auf unserem Instagram-Kanal, auf dem die Illustrationen der Workshop-Teilnehmer*innen im Rahmen der Kampagne #bewusstfuermorgen geteilt wurden.

WS 2: Wie wir Geräte länger nutzen können

Jasper von iFixit hat uns spannende Fakten geliefert, wie sinnvoll und auch wertvoll die Reparatur von (technischen) Gegenständen ist, wie damit Ressourcen geschont und auch Arbeitsplätze geschaffen werden können. Mit einer Kamera-Übertragung hat er uns gezeigt, wie man ein Smartphone und eine Playstation selbst auseinandernehmen kann, worauf dabei zu achten ist und was man alles selbst reparieren kann.

Wir haben neue Einblicke in das Innere der Geräte bekommen und die Scheu verloren, das nächste kaputte Smartphone einfach selbst aufzuschrauben und zu reparieren.

WS 3: Wie Werbung uns beeinflusst

Im Workshop rund um die Werbung haben wir gelernt, wie genau Cookies funktionieren und, welche Strategie helfen können, der Werbeflut aus dem Weg zu gehen. Eine werbefreie Stadt stelle ich mir ziemlich entspannt vor!

WS 4: Was ein "gutes" Produkt ausmacht

Im Workshop zu nachhaltigem Produktdesign durften alle ihre Lieblingsprodukte vorstellen. Gemeinsam haben wir anhand von Parametern geprüft, wie "gut" ein Produkt ist (Recycling, Langlebigkeit, Nutzungsdauer...) - dabei konnten wir auch erfahren, dass ein gutes Produkt auch eng an einen individuellen Wert gekoppelt ist.

WS 5: Wie weniger mehr für alle werden könnte

Lasse vom Konzeptwerk Neue Ökonomie regte uns dazu an, unsere Assoziationen zur Wachstums- und Konsumgesellschaft festzuhalten. Genannt wurden unter anderem “Reichtum auf Kosten anderer”, “Ressourcenverschwendung”, “Kapitalismus” und “Ungleichverteilung”. Dieser kritische Blick war Ausgangspunkt für eine Diskussion über alternative Modelle, wie die solidarische Postwachstumsgesellschaft. Der Großteil der Teilnehmer*innen war sich einig: Es braucht ein Lieferkettengesetz, globales Denken und Handeln, eine Sharing Economy, mehr anti-materialistische Werte, soziale Gerechtigkeit und vor allem Bildung für nachhaltige Entwicklung.

WS 6: Wie wir andere irritieren & zu nachhaltigem Konsum inspirieren

Marc hat die Teilnehmer*innen mit Aktionsideen zum bewussten Konsum inspiriert, die insbesondere im öffentlichen Raum stattfinden können. Laut Marc sei das Ziel dieser Aktionen, möglichst viel Aufmerksamkeit für das eigene Thema zu generieren. Als Ergebnis des Workshops entstand eine Sammlung an Ideen, die jeder ohne großen finanziellen, organisatorischen oder materiellen Aufwand leicht umsetzen kann, beispielsweise ein Flashmob als Elektro-Schrott-Zombies oder Wegweiser zu nachhaltigen Shops!

Werde Teil unserer Aktion „Kein Bullshit mehr“ und mache mit bunten Aktionen am Black Friday auf nachhaltigen Konsum aufmerksam!

WS 7: Welche Verantwortung Politik & Unternehmen tragen

Johanna und Susanne gaben einen Überblick, wie sich das Selbstverständnis von Unternehmer*innen im Lauf der Zeit verändert hat. Viele Unternehmen beteiligen sich aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft und leben Corporate Political Responsibility. Beispielhaft für dieses Konzept steht SIRPLUS. Ein Supermarkt, der Lebensmittel vor der Tonne rettet und wieder in den Umlauf bringt.

Wir erarbeiteten:

WS 8: Welche Rolle Fairness im Handel & Konsum spielt

Im Workshop mit Zorah haben wir uns Gedanken dazu gemacht, wieso Menschen konsumieren, wie ein gerechter Konsum aussieht und wie wir mit unserem individuellen Handeln andere motivieren können, selbst nachhaltig zu konsumieren. Unserer Auffassungen nach ist gerechter Konsum eng verbunden mit Chancengleichheit, ethischer Tragbarkeit, fairem Handel und Umweltschonung.

Panel Talk: Wie gehen öko-faire Brands & Shops mit dem Black Friday um?

Zu Gast beim Panel Talk waren Lisa Fiedler von VAUDE, Mimi Sewalski vom Avocado Store & Sascha Klemz von Zündstoff und rund 60 interessierte Zuhörer*innen, die live ihre Fragen an die Gäste stellten.

Alle drei Unternehmen stehen für qualitative, umweltfreundliche, reparierbare und langlebige Produkte. Aber wie gehen sie mit dem Black Friday um, an dem der unüberlegte Konsum unserer Gesellschaft am sichtbarsten wird, Konsument*innen mit Rabatten überhäuft werden und alles andere als bewusst konsumiert wird?

Wir haben nachgefragt:

Weder Vaude noch Zündstoff oder Avocadostore schließen sich dem Black Friday an, machen Werbung oder möchten ihre Kund*innen mit Rabatten zu unüberlegten, unnötigen Käufen verlocken. Viel wichtiger ist es für sie, ihre Kund*innen an diesem Tag über den Newsletter, die Website und Social Media auf die Auswirkungen unserer wachsenden Konsumgesellschaft aufmerksam zu machen. Sie möchten dazu anregen, uns selbst und unserer Umwelt zuliebe auf Qualität statt Quantität zu achten, fair und nachhaltig hergestellte Produkte zu bevorzugen, Kleidung lange zu tragen und zu reparieren sowie das eigene Konsumverhalten kritisch zu reflektieren. Im Gegensatz zu Fast Fashion Labels werden bei Vaude, Avocadostore und Zündstoff keine Retouren weggeworfen. Kartons werden mehrmals verwendet und die Bestellungen umweltfreundlich ausgeliefert. Zündstoff geht mit gutem Beispiel voran und spendet 10 % des Umsatzes am Black Friday an einen guten Zweck.

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