Unsere Bildungsarbeit
Gemeinsam mit anderen jungen Menschen möchten wir uns für Klima- und Umweltschutz einsetzen und die Grundlagen für eine lebenswerte und gerechte Zukunft für alle erhalten!
Dafür haben wir uns der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verschrieben. Denn wirksame BNE, die möglichst alle erreicht, kann entscheidend zum grundlegenden Wandel unserer Gesellschaft beitragen. Wenn die Klimakrise Unsicherheit, Frustration oder Ängste auslöst, braucht Bildung Mut, begründete Zuversicht und Handlungsperspektiven.
Mit unserer Bildungsarbeit schaffen wir Räume für
- Diskurs und Meinungsbildung,
- Praktische Erfahrungen und Selbstwirksamkeit sowie
- die Auseinandersetzung mit den Perspektiven anderer Menschen (global & lokal).
Wir geben Impulse für (mehr) Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Lebensbereichen und stärken das (politische) Engagement junger Menschen für Klima- und Umweltschutz.
Konzepte und Projekte wirken in Zusammenarbeit am stärksten! Deshalb beraten und vernetzen wir Menschen aus unterschiedlichen Organisationen und Vereinen in Baden-Württemberg, um die Relevanz von Klimaschutz in unserem Bundesland gemeinsam sichtbarer zu machen.
Unser Angebot: vielfältige und lebendige Bildungsformate
Mit viel Kreativität und nah an aktuellen Entwicklungen gestalten wir seit 2012 Projekte und Bildungsformate für und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Zum Beispiel für Schulklassen, Freiwilligengruppen, Studierende.
- Workshops und Stadttouren zu unterschiedlichen Nachhaltigkeitsthemen
- Aktionen und Events wie Jugendkongresse z.B. zur Berufsorientierung in der Nachhaltigen Arbeitswelt
- Fortbildungen für Multiplikator*innen (z.B. Lehrkräfte und außerschulische Bildungsreferent*innen) zur gesellschaftlichen Verankerung von BNE an möglichst vielen Orten und Bildungseinrichtungen in Baden-Württemberg
- Darüber hinaus begleiten wir den Jugendrat für Klima und Nachhaltigkeit, der die junge Perspektive in öffentlichen Debatten vertritt.
- Auch Social Media ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Auf Instagram und YouTube regen wir in kurzen Videos, Posts und Stories mit alltagsnahen Tipps und Themen zum Mitmachen sowie zum Austausch innerhalb der Community an.
Unsere Themen: alltagsnah und relevant
Die Inhalte unserer Bildungsformaten orientieren sich an den Lebenswelten, Herausforderungen und Interessen der teilnehmenden Gruppen. Es ist uns wichtig, dass Gelerntes direkt im Lebensalltag angewandt und ausprobiert werden kann.
Wir arbeiten zu Fragestellungen rund um Klimaschutz und legen unseren Fokus vor allem auf die ökologische Nachhaltigkeit. Dafür bilden die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs der Vereinten Nationen) die Basis, wie z.B.
- Berufsorientierung in der nachhaltigen Arbeitswelt
- Klimaschutz und -anpassung in Städten
- Produktion und Konsum z.B. in Bezug auf Mode, Less-Waste, Ernährung sowie Kreislaufwirtschaft
- Engagement, Mitbestimmung und Beteiligung
Kompetenzen und Lernziele: Was wir bewirken möchten
Mit unseren Bildungsarbeit fördern wir den Erwerb von Gestaltungskompetenz (de Haan, 2008). Was heißt das konkret?
Wir möchten uns gemeinsam mit jungen Menschen mit der Klimakrise beschäftigen, aber vor allem Möglichkeiten aufzeigen, wie sie im eigenen Lebensumfeld (z.B. Freizeit, Schule, Verein) für Klimaschutz und eine intakte Umwelt aktiv werden können. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit Rahmenbedingungen auf gesellschaftspolitischer Ebene, die nachhaltige Veränderungen ermöglichen.
Dabei ist uns wichtig:
In unserer globalisierten Welt und vor allem in Bezug auf Nachhaltigkeitsfragen gibt es selten einfache oder eindeutige Antworten. Wir nehmen (globale) Zusammenhänge unter die Lupe und zeigen Wechselwirkungen und Zielkonflikte auf.
Wir stärken junge Menschen darin, Meinungen, Entscheidungen und gesellschaftliche Normen zu hinterfragen und einen eigenen Standpunkt zu entwickeln.
Wir beleuchten Themen aus verschiedenen Blickwinkeln und schaffen Möglichkeiten, sich in andere hineinzuversetzen.
Wir bieten den Raum, gemeinsam Ideen für nachhaltige Handlungsalternativen zu finden.
Wir reflektieren Vorurteile, Machtverhältnisse und die eigene Rolle in unserer Gesellschaft – für ein respektvolles Miteinander.
Insbesondere Multiplikator*innen regen wir dazu an, sich mit ihrer pädagogischen Rolle auseinanderzusetzen und ihre Bildungsarbeit weiterzuentwickeln (z.B. neue Methoden kennenlernen, aus den Erfahrungen anderer lernen usw.).
Unsere Methoden: partizipativ und vielfältig
Unsere Methoden sind interaktiv, kreativ und sprechen unterschiedliche Sinne an. Sie bringen ins Sprechen, Mitraten, Mitmachen – und manchmal alle zum Lachen.
Oft besuchen wir nachhaltige Orte und Projekte in der unmittelbaren Stadt-Umgebung statt im Seminarraum zu sitzen. So oder so werden die Erfahrungen der Gruppe eingebunden und in z.B. Aufstellungsmethoden, Quiz oder Einstiegsrunden sichtbar.
In den Bildungsformaten versuchen wir z.B. die Lieferkette und die vielen Produktionsschritte von Kleidung verständlich darzustellen, den Zusammenhang von Social Media und Fast Fashion aufzuzeigen oder auch auf die Auswirkungen eines Lieferkettengesetzes hinzuweisen. Wir überlegen: Wo können wir etwas verändern – und wo stoßen wir an Grenzen?
Wir zeigen Positivbeispiele, die motivieren. Dafür schaffen wir Begegnungen mit Menschen, die z.B. einen Second Hand Shop oder einen Unverpackt-Laden gegründet haben. Im Stadtbild zeigen wir z.B. Fassadenbegrünungen, Superblocks oder die Entsiegelung von Flächen, um die Auswirkungen vor Ort zu besprechen. Wir machen nachhaltige Zukunftsbilder greifbar!
In unseren Bildungsformaten kommen wir ins Tun: Kleidung mit Siebdruck upcyceln, Kleidertauschpartys umsetzen, Bienenwachstücher herstellen, Rezepte ausprobieren, gemeinsam gärtnern oder eine Aktion organisieren. Auch online fordern wir dazu heraus, im Alltag neue Wege zu gehen und selbst aktiv zu werden.
Wir arbeiten mit verschiedenen Methoden (z.B. Energizern, Gruppenarbeiten, stille Diskussion) und schaffen eine Atmosphäre, in der sich möglichst alle beteiligen und einbringen können. Wenn möglich, beziehen wir die Gruppen bereits vorab in die Gestaltung des Bildungsformats mit ein.
Perspektivenvielfalt
Uns ist wichtig, die Themen unserer Bildungsformate aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, um ein umfassendes Verständnis zu ermöglichen. Wir sind uns bewusst, dass wir nur ausschnitthaft auf die Welt schauen. Wir stärken die Stimmen junger Menschen und machen unterschiedliche, globale Sichtweisen deutlich.
Unsere Rolle: Impulse geben und begleiten
Wir verstehen uns als Impulsgeber*innen. Mit viel Offenheit, Motivation und Kreativität verfolgen wir Ideen für (neue) Netzwerke, Projekte und Veranstaltungen. Wir freuen uns über Anregungen, Kritik und Austausch.
Als Begleiter*innen begegnen wir unserer jungen Zielgruppe auf Augenhöhe. Wir respektieren verschiedene Wertvorstellung und moralisieren keine richtigen Lösungen oder (Konsum)Entscheidungen. In unseren Formaten stärken wir Engagierte langfristig und möchten Anerkennung, Zugehörigkeit und soziale Teilhabe ermöglichen.
Nachhaltigkeit ganzheitlich gestalten – heute und morgen
Wir leben und fördern Nachhaltigkeit in allen Bereichen, sei es durch die Reduktion des Ressourcenverbrauchs, die Sicherstellung fairer Arbeitsbedingungen oder regelmäßiger Weiterbildungsmöglichkeiten.
Unsere Bildungsangebote evaluieren wir regelmäßig durch Feedbacks und Fragebögen. In Team-Meetings, kollegialer Beratung und Fortbildungen entwickeln wir unsere Arbeit stetig weiter.
Wir möchten uns kritischer mit unserer gesellschaftlichen Positionierung, Involviertheit und möglichen Vorurteilen im Kontext von Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung auseinandersetzen. Gemeinsam und ehrlich möchten wir (ver-)lernen und solidarische Lösungen für Menschen und Mitwesen weltweit stärken.