Die Junge Plattform der Nachhaltigkeitsstrategie ist eine Initiative für junge Menschen, die etwas bewegen wollen. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft nachhaltiger – durch Austausch und kreative Aktionen rund um Klima und Nachhaltigkeit. Auf unseren Kanälen findest du praktische Alltagstipps für umweltbewusstes Einkaufen, inspirierende DIY-Projekte und spannende Einblicke, wie du Baden-Württemberg durch Engagement nachhaltiger machen kannst.

 | Natur & Biodiversität
Letzte Änderung: 19.05.2025 Autor*in: Dirk Klaiber

Wasser Marsch

Eine Person hält ein Glas unter den laufenden Wasserhahn.
© Adobe Stock

Eine Tasse Kaffee – 140 Liter virtuelles Wasser

Wir verbrauchen zu viel Wasser. Das ist nichts Neues. Nicht vergessen dürfen wir, dass wir auch Wasser verbrauchen, das in vielen Statistiken nicht verzeichnet wird: das sogenannte virtuelle Wasser. Der virtuelle Wasserverbrauch erfasst das Wasser, das zur Herstellung eines Produktes notwendig ist. Nehmen wir beispielsweise die morgendliche Tasse Kaffee. Sichtbar für uns sind die 250 ml Wasser, die zur Zubereitung des Kaffees notwendig sind. Doch wie viel steckt tatsächlich in einer Tasse Kaffee? 

Von der Bewässerung der Kaffeepflanze, über die Entfernung der Schale und des Fruchtfleischs von der Bohne bis zur erweckenden Flüssigkeit in unserer Tasse ergibt sich ein Verbrauch von 140 Litern Wasser. So sitzt jede*r Kaffeetrinker*in bildlich gesehen morgens bereits in einer vollen Kaffeebadewanne.

Doch auch in Dingen, die wir jeden Tag gebrauchen und die für uns in erster Linie nichts mit Wasser zu tun haben, versteckt sich virtuelles Wasser. Beispielsweise in einer Jeans: Vom Baumwollfeld bis in den Laden verbraucht die Produktion einer einzigen Jeans 11.000 Liter Wasser. 85 % davon wird für die Herstellung der Baumwolle und die Bewässerung der Felder verwendet. Die restlichen 15 % sind für alle weiteren Verarbeitungsschritte notwendig.


DAS KANNST DU TUN

Im Haushalt auf einen sparsamen Umgang mit Wasser achten. Reduziere beispielsweise deinen Fleischkonsum. Ein- bis zwei Mal pro Woche Fleisch tut nicht nur dir, sondern auch dem Wasserhaushalt gut. Denn ein Kilo Rindfleisch weniger, bedeutet 15.500 Liter Wasser, das nicht für das Futter und Tränken der Masttiere verbraucht wird.

Auch bei der Kleidung gilt die Überlegung: Muss es jetzt eine neue Jeans sein oder lässt sich die andere nicht doch noch eine Weile tragen?


Diskussion auf einem Podium zwischen jungen Menschen
© Elisa Mauruschat
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Junge Frau mit VR Brille und Steuerlement in der Hand steht dynamisch im Raum
© Elisa Mauruschat
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Zwei sympathische junge Frauen die sich den Arm über die Schulter legen und lachen
© Elisa Mauruschat
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Gemischte Gruppe junger Menschen aus dem Jugendrat stehen auf einer Treppe und lachen
© Patrick Vexler
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Letzte Änderung: 19.05.2025 Autor*in: Dirk Klaiber

Wasser Marsch

Eine Person hält ein Glas unter den laufenden Wasserhahn.
© Adobe Stock

Eine Tasse Kaffee – 140 Liter virtuelles Wasser

Wir verbrauchen zu viel Wasser. Das ist nichts Neues. Nicht vergessen dürfen wir, dass wir auch Wasser verbrauchen, das in vielen Statistiken nicht verzeichnet wird: das sogenannte virtuelle Wasser. Der virtuelle Wasserverbrauch erfasst das Wasser, das zur Herstellung eines Produktes notwendig ist. Nehmen wir beispielsweise die morgendliche Tasse Kaffee. Sichtbar für uns sind die 250 ml Wasser, die zur Zubereitung des Kaffees notwendig sind. Doch wie viel steckt tatsächlich in einer Tasse Kaffee? 

Von der Bewässerung der Kaffeepflanze, über die Entfernung der Schale und des Fruchtfleischs von der Bohne bis zur erweckenden Flüssigkeit in unserer Tasse ergibt sich ein Verbrauch von 140 Litern Wasser. So sitzt jede*r Kaffeetrinker*in bildlich gesehen morgens bereits in einer vollen Kaffeebadewanne.

Doch auch in Dingen, die wir jeden Tag gebrauchen und die für uns in erster Linie nichts mit Wasser zu tun haben, versteckt sich virtuelles Wasser. Beispielsweise in einer Jeans: Vom Baumwollfeld bis in den Laden verbraucht die Produktion einer einzigen Jeans 11.000 Liter Wasser. 85 % davon wird für die Herstellung der Baumwolle und die Bewässerung der Felder verwendet. Die restlichen 15 % sind für alle weiteren Verarbeitungsschritte notwendig.


DAS KANNST DU TUN

Im Haushalt auf einen sparsamen Umgang mit Wasser achten. Reduziere beispielsweise deinen Fleischkonsum. Ein- bis zwei Mal pro Woche Fleisch tut nicht nur dir, sondern auch dem Wasserhaushalt gut. Denn ein Kilo Rindfleisch weniger, bedeutet 15.500 Liter Wasser, das nicht für das Futter und Tränken der Masttiere verbraucht wird.

Auch bei der Kleidung gilt die Überlegung: Muss es jetzt eine neue Jeans sein oder lässt sich die andere nicht doch noch eine Weile tragen?


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