Die Laufzeit eines Gaskraftwerks liegt technisch bei bis zu fünfzig Jahren. Die verfügbaren Gasreserven reichen aber nur noch für schätzungsweise 60 bis 70 Jahre – heute gebaute Gaskraftwerke können das Ende des Brennstoffes gewissermaßen „noch erleben“. Unerschlossene Vorkommen werden allerdings noch auf eine Reichweite von mehreren Jahrhunderten geschätzt.
„Gas geben“, den Gasherd andrehen – die Befeuerung durch Gas kann offenkundig sehr schnell hochgefahren werden. Das gleiche gilt auch für die Stromerzeugung. Bei Bedarf können Gaskraftwerke in kürzester Zeit deutlich mehr Strom liefern. Das macht sie zu wichtigen Bestandteilen eines Stromnetzes und übrigens auch zu einer geradezu „symbiotischen“ Ergänzung von einigen erneuerbaren Energien.
Je stärker nämlich auf Energien aus Wind und Sonne gesetzt wird, desto größer wird auch der Bedarf nach Energieformen, die die wetterbedingten Schwankungen in deren Stromproduktion ausgleichen.
Gaskraftwerke haben neben CO2 noch andere Emissionen. Für ein großes Kraftwerk schlagen jährlich bis zu 400 Tonnen Feinstaub zu Buche. Kühlwasser, das zurück in Flüsse emittiert wird (bei großen Kraftwerken ca. 1000 m3 pro Stunde), enthält Nitrate, Nitrite und Phosphate. Gleichwohl gelten Gaskraftwerke als deutlich umweltverträglicher als KohlekraftwerkeEin Kohlekraftwerk verfeuert Stein- oder Braunkohle, um aus der dabei entstehenden Wärme Strom zu erzeugen. Kohlekraftwerke stellen heute einen sehr wichtigen Teil der Grundversorgung an Strom. Allerdings emittieren sie mehr CO2 als alle alternativen Kraftwerkstypen und basieren auf einem endlichen, nicht regenerativen Brennstoff..
In manchen – kleineren – Gaskraftwerken werden als Gasturbinen so genannte Aeroderivative eingesetzt. Es handelt sich dabei schlicht um umkonstruierte Triebwerke von Großflugzeugen.
Eine Gasturbine von der Größe eines LKW-Anhängers kann eine Stadt von 300.000 Menschen mit Strom versorgen.