Wir ernten wo wir saeen

Wir von der Jugendinitiative gehen der Frage nach, wie wir die Digitalisierung gestalten müssen, damit sie im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft wirkt. Um Raum für diesen Diskurs zu bieten, haben das THINK-Forum (siehe THINK-Forum 2017 und 2018) ins Leben gerufen. Die Art und Weiße, wie wir uns jetzt und in Zukunft ernähren, hat einen bedeutenden Einfluss auf die Erreichung der Klimaziele.

Die Digitalisierung bietet die Chance heutige Prozesse im Alltag neu zu denken. Woher kommen unsere Lebensmittel in die Supermärkte und welchen ökologischen Fußabdruck hat unsere moderne Lebensmittelversorgung in den Gemeinden, Städten und Regionen Baden-Württembergs? Wir wollen genau hinschauen und in Rahmen eines Realexperiments herausfinden, ob auch innovative Vertical-Farming Konzepte einen sinnvollen Beitrag zu einem verminderten Ressourcenverbrauch leisten können.

Um dieses Zukunftsthema iinsbesondere mit jungen Menschen in Baden-Württemberg hinsichtlich Akzeptanz, Potenzial, Nachhaltigkeit und Machbarkeit zu untersuchen, haben wir gemeinsam mit dem Kommunalen InnovationCenter (KIC@bw) der Digitalakademie@bw einen VerticalFarming-Basis-Container aufgebaut. Der Container versteht sich als Experimentierraum, in dem neueste Technologien und Ressourcenkreislaufkonzepte auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden sollen. Dazu wollen wir mit regionalen Start-Ups aus ganz Baden-Württemberg zusammenarbeiten.

Beginnend mit der Pilotphase im Januar 2019 soll der Container im Sinne eines Reallabors stetig weiterentwickelt werden. Ziel ist es möglichst ressourceneffiziente und auch wirtschaftliche Produktionsmethoden zu erproben. Der Container soll sich als echte Alternative (v.a. in urbanen Räumen) oder als sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Lebensmittelversorgung etablieren.   

 

RELEVANTE ASPEKTE
 

Im Container wachsen die Pflanzen in einer Hydrokultur. Die Wurzeln befinden sich ständig in einer Nährlösung, in die zusätzlich Sauerstoff zugeführt wird. Durch die Kreislaufführung des Wassers werden insgesamt weniger Wasser und Düngemittel als bei einer konventionellen Bewirtschaftung benötigt.
Hydroponische Systeme versprechen ertragreichere und subjektiv schönere Pflanzen. Auch das Fernhalten von Schädlingen und Fraßfeinden wirkt sich positiv auf den Ernteertrag aus. Allerdings bringt der hohe technische Einsatz auch Abhängikeiten mit sich. Wie sicher wäre unsere Lebensmittelproduktion bei Stromausfällen oder einem möglichen Hackerangriff? Auch wenn die Wasserpumpen einmal ausfallen sollten, muss sofort gehandelt werden, um keine Ertragseinbußen hinzunehmen. Die in diesem (fast) geschlossenen Ökosystem vorhandene  Kontrolle bringt viele Chancen aber auch Risiken mit sich.
Insbesondere in urbanen Räumen herrscht allerorts Flächenmangel. Unterschiedliche Bedürfnisse (Wohnungsbau, Naturschutz, Infrastrukturen) ringen um die knappe Ressource Boden. Wo herrkömmlicher Ackerbau in die Horizontale geht, können vertikale Anbaumethoden an entsprechenden Orten praktiziert werden. Unterirdisch ungenutzte Kelleranlagen, stillgelegte U-Bahntunnels oder leerstände Parkhäuser könnten für eine Zwischen- ode r Dauernutzung verwendet werden.
Wie Balkon- und Schrebergärten haben Lebensmittel aus urbanen Vertical-Farms einen enormen ökologischen Vorteil was die zurückgelegten Transportkilometer zwischen Produzenten und Konsumenten betrifft. Verwendet man für den Warentransport Lastenräder, reduziert sich das Verkehrsaufkommen und die Luftqualität in der Stadt steigt.

 

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